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Solschenizyn, Alexander
Der Archipel GULAG

Schon als GULAG-Häftling beschloss Solschenizyn, vom System des Straflager-Archipels zu berichten, eine Chronik der Ereignisse zu verfassen und das Leben der Gefangenen und ihrer Bewacher zu schildern. Er wollte ein möglichst umfassendes Bild dieses düsteren Staates im Staat zeigen. Die erste westliche Übersetzung des Werkes erschien 1974 in deutscher Sprache. Der vorliegende Band ist die von Alexander Solschenizyn autorisierte gekürzte Fassung seines dreibändigen Gesamtwerks.

EAN:
978-3-596-18423-1
Zusätzliche Informationen
Vom Verfasser autorisierte, überarbeitete und gekürzte Ausgabe in einem Band Bd.18423 KT Fischer (TB.), Frankfurt; 2008. 538 S., 2 Übers.-Ktn. 19 cm; 398g; deutsch
Rezension Alle Abkürzungen, die der bürokratisierte Terror zur Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit hervorgebracht hat, sind hässliche Gebilde, heißt es an einer Stelle in Solschenizyns Werk, dessen Titel selbst aus dieser sprachlichen Sphäre stammt: GULAG (Glawnoje Uprawlenie Lagerej - Hauptverwaltung der Lager) und das diesem Amt unterstehende Inselreich von Straflagern, die'krebsig, bösartig wuchernd' das Staatsgebiet der Sowjetunion überall bedecken - dies sind die beiden Elemente, aus denen die Überschrift sich zusammensetzt. Was die folgenden Seiten enthalten, ist keine Beschreibung des Lagerlebens, sondern eine politische Vorgeschichte, die Chronik der Entstehung dieses unheimlichen Inselreichs... (Neue Züricher Zeitung).
Personenporträt Alexander Solschenizyn, geb. 1918 in Kislowodsk, erhielt 1970 den Nobelpreis für Literatur. 1974 wurde er aus der Sowjetunion ausgewiesen. Er lebte zunächst in Zürich und seit 1976 in den USA. 1994 kehrte Solschenizyn nach Russland zurück. 2008 verstarb Alexander Solschenizyn.
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