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Wagenknecht, Sahra
Freiheit statt Kapitalismus

Ein Plädoyer für eine neue Wirtschaftsordnung. Sahra Wagenknecht nimmt Ludwig Erhard beim Wort: Wohlstand für alle! In ihrer brillanten Analyse entwirft Sie ein Zukunftsmodell, das dort weiterdenkt, wo die meisten Marktwirtschaftler auf halbem Wege stehen bleiben. Ebenso wie die Marktwirtschaft sozial wird, wenn man sie vom Kapitalismus befreit, wird Sozialismus kreativ, wenn man ihn von der Planwirtschaft erlöst. Schon lange sind nicht mehr Wettbewerb oder gar Leistung die zentralen Merkmale und Perspektiven unserer Wirtschaft, sagt Sahra Wagenknecht. Der Kapitalismus hat seine Produktivität und Kreativität verloren. Wenn Ökonomie die Kunst des Anreizesetzens ist, wirken heute die falschen, denn sie belohnen abstrakte Renditeziele und Jobvernichtung statt Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen, Umweltschonung und Unternehmenswachstum. Die aktuelle Wirtschaftskrise ist auch eine Kreativitätskrise, sagt die Autorin. Sie nimmt die Theoretikerder Sozialen Marktwirtschaft wie Walter Eucken und Ludwig Erhard beim Wort und beschreibt es als dringlichste Herausforderung an die Wirtschaft, wieder produktiv und innovativ zu sein. Denn es muss nicht nur gerechter verteilt werden, es muss auch wieder mehr zu verteilen geben. Dazu gehört neben öffentlichen Banken als Kreditgeber für den Mittelstand auch eine radikal veränderte Eigentumsordnung, die eine echte Leistungsgesellschaft erst möglich macht. Kreativer Sozialismus, so Sahra Wagenknecht, belohnt nicht den, der sich auf ererbten Werten ausruht, sondern den, der Werte schafft.

EAN:
978-3-8218-6546-1
Zusätzliche Informationen
Wie wir zu mehr Arbeit, Innovation und Gerechtigkeit kommen GEB Eichborn; 2011. 364 S. 22 cm; 578g; deutsch
Leseprobe "Geborene Unternehmer" - Die Eigentümerdynastien hinter den Märkten Aber während die Karriere vom Kind ungelernter Arbeiter zum Oberstudienrat noch irgendwie machbar ist, schafft den Wechsel der Klasse so gut wie niemand: den Wechsel also von jener sozialen Schicht, die ihren Lebensunterhalt mit eigener Arbeit bestreitet, zu jener, die wesentlich von Profit- und Vermögenseinkommen lebt. Nicht dass nicht mancher Arbeitslose oder auch vormals abhängig Beschäftigte, der ewigen Jobwechsel und schlechten Löhne leid, sein Glück damit versuchen würde, ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Manchmal ist es nur ein Ausweg aus Verzweiflung, manchmal steht auch eine neue Idee dahinter. Aber selbst wenn die Geschäftsidee trägt und den Lebensunterhalt sichert, ist das erzielte Einkommen in der Regel kaum höher als bei abhängiger Arbeit und vor allem: Es beruht auf Arbeit. Eigener Arbeit, oft sogar extremer Selbstausbeutung. Von einem Zugriff auf Profiteinkommen ...
Personenporträt Sahra Wagenknecht, geb. 1969 in Jena, ist Politikerin und Publizistin und arbeitet an einer volkswirtschaftlichen Dissertation. Sie ist Mitglied der Partei Die Linke. Von Juli 2004 bis Juli 2009 war sie Mitglied des Europaparlaments. Seit Oktober 2009 ist sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages und wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, seit Mai 2010 stellvertretende Parteivorsitzende. Die Autorin lebt in Berlin.
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