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Heilmann, Klaus
Kikis Welt

Absolut liebenswert: Freche Geschichten aus Kikis Welt.Kiki ist 9 Jahre alt und ein cleveres Mädchen: frech, witzig und nie um eine Idee verlegen. Ihre kleinen Alltagsgeschichten sind hinreißend komisch! Zusammen mit ihren Freunden legt sie voller Wonne die Lehrerin rein, unterstützt ihren Bruder bei einem Erfinderwettbewerb, organisiert sich ein Haustier und macht schließlich am letzten Schultag von ihrem »Zeugnisverweigerungsrecht« Gebrauch. Ein herrlicher Lesespaß, bei dem Kinder und auch Erwachsene gleichermaßen viel zu Lachen haben!

EAN:
978-3-570-13077-3
Zusätzliche Informationen
ab 8 J.. GEB cbj; 2006. 143 S. m. farb. Illustr. v. Ute Krause. 22 cm; 470g; deutsch
Leseprobe
Sicher möchtet ihr erst mal wissen, wer ich bin. Ich bin Kiki, werde bald neun und bin gerade in die Dritte gekommen. / Kiki ist mein richtiger Name, kein Spitzname. Warum ich Kiki heiße und nicht Carmen oder Jasmin, weiß ich nicht. Jedenfalls kenne ich kein anderes Mädchen, das auch so heißt. Es muss ein ziemlich seltener Name sein. Aber im Wörterbuch steht er und bedeutet Unsinn. Das haben meine Eltern bestimmt nicht gewusst. / Auf die Welt gekommen bin ich in einem Krankenhaus, obwohl meine Mama gar nicht krank war. Und als ich dann da war und die Ärzte gesehen haben, dass ich auch nicht krank war, haben sie uns heimgeschickt, mich und meine Mama. / Als Papa von meiner Mama gehört hat, dass ich Kiki heißen soll, hat er mir mit dem Finger ganz zart auf dem Bauch herumgedrückt und immer »Du kleine Kiki, du kleine Kiki« gesagt, erzählt Mama. Das zeigt, dass der Name auch Papa gefallen hat. Aber Papa gefällt ja alles, solange es Mama nur gefällt. /§09§ Meine Mama hat mich gleich ganz süß gefunden, als sie mich zum ersten Mal gesehen hat. Papa hat mich nicht so süß gefunden, behauptet mein Onkel Herbert. Onkel Herbert sagt, dass mein Papa zu meiner Mama gesagt hat: »Wenn Kiki so bleibt, wie sie jetzt aussieht, wird es dauern, bis sie einen Mann findet.« / Ich finde das total gemein, so was zu sagen. Ich war nämlich ein besonders hübsches Baby, sagt Mama. Und ich bin es noch heute. Das sagen alle, auch wenn ich kein Baby mehr bin. / Aber ich glaube auch nicht, dass mein Papa das gesagt hat. Er ist nämlich überhaupt nicht gemein, sondern immer sehr nett, wenn er zu Hause ist. Leider ist er nicht viel zu Hause, und da haben wir dann nichts davon, wenn er nett ist. / So, vielleicht sollte ich jetzt erst mal was über meine Familie erzählen: / Mein Papa ist am Theater beschäftigt. Er ist Direktor dort und für die ganze Technik zuständig. Also für das Licht, das Wasser, das Telefon und solche Sachen. Auch für die Heizungen und die§09§Klos. Und natürlich für alles auf der Bühne. Dass dort auch alles klappt mit den Scheinwerfern und den Lautsprechern und den Dekorationen. Papas größte Sorge ist der Bühnenvorhang und dass er im richtigen Moment aufgeht. Wenn er nämlich überhaupt nicht aufgeht, ist das ganz schön peinlich. / Aber Papa bringt so schnell nichts aus der Ruhe, der Vorhang im Theater nicht und meine Mama zu Hause auch nicht. Und das will was heißen, kann ich euch sagen. / Meine Mama ist total anders als mein Papa, ich meine von der Art her und vom Gemüt. Aber tüchtig ist sie, sehr sogar. Oft fragen die Leute: »Wie schafft sie das nur mit den drei Kindern?« / Also, wie wir das mit Mama schaffen, das fragt keiner, aber das bin ich schon gewohnt. Von Kindern erwartet man einfach, dass sie die Eltern ertragen. / Was mein Papa im Theater tut, macht Mama daheim: sich um alles kümmern. Mit Technik hat Mama aber nicht so viel am Hut. Das merkt man, wenn sie zum Essen was im Backofen macht. Da müssen wir auf den Sachen oft ziemlich lange rumkauen. Essen in der Mikrowelle gelingt ihr besser. / Mama muss dauernd was zu tun haben und was Neues anfangen. Als ob sie nicht schon genug zu tun hat. Aber Haushalt allein genügt ihr nicht, sagt sie immer, das füllt sie nicht aus. / Deshalb hat sie mit der Frau Knesebeck, das ist ihre beste Freundin, einen Partyservice für Kindergeburtstage und andere Familienfeiern aufgemacht, wie Kommunion, Taufen, Hochzeiten und solche Sachen. Ein Partyservice ist so was wie ein Pizza-Heim-Dienst, nur viel feiner. / Frau Knesebeck ist die wichtigste Person für Mama, außer uns Kindern natürlich und Papa noch. Mit ihr kann sie durch dick und dünn gehen, sagt sie immer. So wie ich mit der Tessa, das ist meine beste Freundin, aber von der erzähl ich noch, die ist echt Klasse. / Alexander ist mein älterer Bruder und er ist zehn. Aber erst seit er im Gymnasium ist, heißt er Alexander. Natürlich hat er davor auch schon Alexander geheißen, aber niema
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