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Reichelt, Julian
Ruhet in Frieden, Soldaten!

Es ist schon jetzt der längste Krieg, in den die Bundesrepublik seit 1945 involviert ist. Ein Krieg, in dem deutsche Soldaten töten und getötet werden. Dieses Buch erzählt davon, wie die Wahrheit über den brutalen Alltag in Afghanistan von der Politik seit Jahren vertuscht wird. Wie Journalisten bedroht werden, damit sie nicht von "Krieg" schreiben. Wie die Bundeswehr in Afghanistan eine bürokratische Fantasiewelt geschaffen hat, inklusive Geschwindigkeitskontrollen, Mülltrennung, deutschem Bier und Currywurst. Wie die deutsche Politik den Soldaten der Bundeswehr schwere Waffen verwehrte, weil die allzu sehr nach Krieg aussehen würden. Und wie den Soldaten der Mund verboten wurde, damit sie nicht die Wahrheit über die blutigen Gefechte mit den Taliban erzählen. Als der deutsche Oberst Georg Klein im September 2009 zwei Tanklaster bombardieren ließ und dabei bis zu 142Menschen getötet wurden, darunter zahlreiche Zivilisten, zerbrach die Fantasiewelt mit einem Schlag. Hinzu kommt, dass die Bundeswehr heute in Afghanistan von den Alliierten immer dringlicher aufgefordert wird, diesen Krieg auch tatsächlich als Krieg zu führen. Und das alles, obwohl er - wie jeder weiß - nicht mehr zu gewinnen ist.

EAN:
978-3-7716-4466-6
Zusätzliche Informationen
Wie Politik und Bundeswehr die Wahrheit über Afghanistan vertuschen KT Fackelträger-Verlag; 2010. 224 S. 21,5 cm; 335g; deutsch
Personenporträt Julian Reichelt wurde 1980 in Hamburg geboren. Als einer der jüngsten Reporter berichtet er seit Jahren immer wieder aus Kriegs- und Krisengebieten. So schrieb er für Bild unter anderem über die Konflikte in Afghanistan, im Irak und im Kaukasus sowie über den Libanonkrieg 2006 und den Tsunami. Für eine Reportage über US-Fallschirmjäger in Afghanistan wurde er 2008 mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet.
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