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Schwüle Tage, Keyserling, Eduard Graf von
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Keyserling, Eduard Graf von

Schwüle Tage


Eduard von Keyserlings sinnliche Sommer-Novelle Eine Vater-Sohn-Geschichte auf dem ländlichen Stammsitz der Grafen von Fernow, in der die Liebe zum Tod führt.

Bill Graf von Fernow hat das Abitur nicht bestanden. Zur Strafe muss er die Ferien auf dem ländlichen Stammsitz verbringen - allein mit seinem weltgewandten Vater, den er nur selten gesehen hat. Tröstlich scheint ihm nur die Aussicht auf ein erotisches Abenteuer, vielleicht mit seiner Cousine Gerda vom Nachbargut. Es wird tatsächlich ein heißer Sommer, auch wenn nicht Gerda, sondern das Hausmädchen Margusch seine Lust stillen wird. Viel gewichtiger ist aber für ihn die Entdeckung, dass sein Vater schon länger der Liebhaber seiner Cousine Ellita ist und sie nun scheinbar gänzlich ungerührt ihrem jungen Verlobten überlässt. Doch die Coolness ist nur vorgespielt: Der Vater verabschiedet sich von seiner Geliebten und spritzt sich eine Überdosis Morphium...


EAN:
978-3-423-12551-2

Zusätzliche Informationen
Novelle Bd.12551 KT
DTV; 4. Aufl. 2009. 89 S. 19,5 cm; 122g; deutsch


Rezension
"Tatsächlich lässt sich Keyserling, einer der wenigen deutschen Impressionisten von Rang, viel Zeit, um die Stimmung jener Schwülen Tage einzufangen, die Landschaft, die Farben und Klänge, Gerüche und Lichter, Gutshäuser und Gärten, Seen und Wälder und den schon von nahenden Untergang gezeichneten Adel in all seiner feinnervigen Erstarrung."
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Personenporträt
Eduard Graf von Keyserling (1855-1918), geb. auf Schloss Paddern bei Hasenpoth (Aizpute) in Kurland, wuchs als zehntes von zwölf Geschwistern in der patriarchalischen Adelsgesellschaft der elterlichen Güter auf. Das 1874 begonnene Studium (Jura, Philosophie und Kunstgeschichte) in Dorpat musste er 1877 wegen einer Inkorrektheit abbrechen und war damit in seiner Gesellschaft geächtet. In Wien setzte er das Studium fort und lernte dort Ludwig Anzengruber kennen. Bis 1895 verwaltete der gesellschaftlich isolierte Keyserling die mütterlichen Güter Paddern und Telsen. Nach dem Tod der Mutter und der Übergabe der Güter an die Majoratsherren zog er mit zwei Schwestern nach München. Durch eine Syphilisinfektion erkrankte er 1897 an einem Rückenmarksleiden und erblindete mit 45 Jahren.




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